Der aus Schweden stammende Verteidiger Mathias Johansson geht in der Saison 2026/2027 für den EV Fürstenfeldbruck aufs Eis. Für Johansson ist es ein Combeback im Ligabetrieb nach einer langen Pause: Ausgebildet wurde der heute 31-Jährige im Junioren-Eishockey unter anderem beim schwedischen Drittliga-Klub Östersunds IK. Dort spielte er bis zur Saison 2013/2014. In den folgenden beiden Saisons lief er für die New England Wolves auf – ein Nachwuchsteam im Nordosten der USA. Sieben Spiele vermerkt die Hockey-Datenbank eliteprospects.com für Mathias Johansson außerdem in Diensten des schwedischen Fünftligisten Gällsta IK. Der Eintrag stammt aus der Saison 2021/2022.
Begegnung auf dem Eis bringt Verteidiger zum EVF
Mittlerweile lebt und studiert Johansson in München. Eishockey betrieb er in den vergangenen Jahren als Hobby und fiel dabei EVF-Goalie Michael Wolf auf. Trainer Philipp Steidle sagt: Wir haben sofort gesehen, dass da sehr gute Anlagen da sind, die uns gefehlt haben“. Als Stärke des Schweden beschreibt Steidle unter anderem dessen Verhalten an der blauen Linie und Johanssons ersten Pass auf die Stürmer im Spielaufbau. Steidle hofft, dass sich der 31-Jährige körperlich möglichst schnell auf den Ligabetrieb einstellen kann und sieht in ihm dann eine echte Verstärkung für die Brucker Defensive und Steidle betont: „Wie alle unsere Zugänge passt auch Mathias Johansson menschlich sehr gut in unser Team!“
Johansson: „Dachte, der Zug wäre abgefahren.“
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal in einer Eishockey-Liga spielen würde. Ehrlich gesagt dachte ich, der Zug wäre für mich abgefahren“ berichtet der neue Verteidiger des EVF von seinen Überlegungen vor einem Treffen mit den Klub-Verantwortlichen. Bei einem Gespräch mit Trainer Steidle und dem Leiter der Ersten Mannschaft, Manuel Vilgertshofer entschied man sich dann gemeinsam aber doch, es mit einem Probetraining zu versuchen. „Als ich dann in die Kabine war, war für mich sofort klar, dass das echt gute Jungs sind“, erzählt Johansson von seinen ersten Eindrücken. „Auf dem Eis haben mich alle super aufgenommen und mir mit dem Start geholfen. Das hat die Entscheidung für den EVF sehr viel einfacher gemacht“, blickt der Verteidiger zurück.
Comeback nach Jahren ohne Ligaspiel
Sieben Spiele (für Gällsta IK) hat Johansson in den vergangenen zehn Jahren im Ligabetrieb gemacht: „Mich mit Fürstenfeldbruck auf ein Comeback vorzubereiten war also auf jeden Fall eine Herausforderung“, betont Johansson. „Ich musste körperlich an mir arbeiten – und das habe ich auch. Gleichzeitig lief es von Eiszeit zu Eiszeit immer besser. Die Trainings waren sehr gut, sehr wettkampfnah und das Tempo war hoch. Es war anstrengend – aber zurückzukommen fühlt sich gut an“, beschreibt Johansson die zurückliegenden Wochen.
Johanssons Ziel: Ankommen und Spiele gewinnen
Mit dem EVF will Mathias Johansson jetzt möglichst viele Spiele gewinnen und am Ende der Saison 2026/2027 möglichst gut abschneiden. „Ich werde alles versuchen, womit ich dem Team helfen kann“, kündigt der 31-Jährige an. Für ihn persönlich geht es außerdem darum, die Mannschaft noch besser kennen zu lernen und darum, sein Sprachfertigkeiten zu verbessern. Noch fühlt sich Johansson im Englischen wohler. Seine Aussagen haben wir für diesen Artikel ins Deutsche übersetzt.