Die Mitgliederversammlung 2026 des EV Fürstenfeldbruck beim Alten Wirt in Emmering

Positive Stimmung beim EVF: Mit einem deutlichen Mitgliederzuwachs und stabilen Finanzen hat der Vorstand des EVF der Mitgliederversammlung 2026 seine Bilanz zur vergangenen Saison und zum Geschäftsjahr 2025 präsentiert. Zur Sprache kamen dabei auch das Abschneiden der Ersten Mannschaft und die Situation im Eisstadion der Amperoase.

Deutlicher Mitgliederzuwachs beim EVF

661 Mitglieder zählte der EVF zum Ende der Saison 2025/2026: fast 160 Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor. Oberhalb der Laufschule und der U7, die ausschließlich Freundschaftsspiele bestreitet, wurden allein im Nachwuchsbereich 116 Punktspiele absolviert. Weitere knapp 50 Punktspiele bestritten die Erste Mannschaft und die 1b des EVF. Insgesamt kommt der Verein auf 180 Punkt- und Freundschaftsspiele, die mit großem ehrenamtlichen Engagement möglich gemacht wurden.

Ehrung für zwölf langjährige Mitglieder 

Zwölf Mitglieder ehrte der EVF während der Mitgliederversammlung im Alten Wirt in Emmering für ihre langjährige Treue zum Verein. EVF-Präsident Markus Pasterny bedankte sich bei den Geehrten für insgesamt 425 Jahre Mitgliedschaft. Minutenlangen Applaus spendete die Versammlung für Arthur Weishaupt. Weishaupt ist Gründungs- und Ehrenmitglied des EVF und blickt auf mittlerweile 70 Jahre im Verein zurück. 

Finanzsituation stabilisiert 

Finanziell hat der seit vergangenem Juni amtierende Vorstand den EVF wieder in ruhiges Fahrwasser gesteuert. Nach einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrags im Jahr 2024 und einer konsequenten Kassenführung bei Ein- und Ausgaben kam der EVF im Geschäftsjahr 2025 auf ein solides Ergebnis. Ausdrücklich dankte Herbert Staffler (2. Vorsitzender) in diesem Zusammenhang auch den Sponsoren, die dem Verein zum Teil seit Jahrzehnten die Treue halten. Weit entfernt aber ist man davon, selbst Ersatz für das alternde Brucker Eisstadion schaffen zu können. 

EVF hadert mit spätem Trainingsstart in Fürstenfeldbruck 

In Sachen Eisstadion macht man sich beim EVF durchaus Sorgen: Zum einen würde man sich einen flexibleren Saisonstart wünschen, mit einer möglichst frühen Eisbereitung im Oktober, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen. Im Vergleich zu anderen Vereinen mit und ohne Halle sieht sich der EVF im Nachteil, da die Brucker Mannschaften teils noch auswärts trainieren müssen, wenn ihre Punkterunden bereits laufen.

Uhr für Amperoase tickt 

Zum anderen sind da die bekannten Alterserscheinungen des Amperoasen-Komplexes, der aus Schwimmbad und Eisstadion besteht. Im Frühjahr war bekannt geworden, dass die Stadtwerke das Schwimmbad nach Möglichkeit noch bis 2032 weiterbetreiben wollen. Der Vorstand des EVF geht davon aus, dass eine neue witterungsunabhängige Eissportstätte spätestens dann in Betrieb gehen müsste. Das eine oder andere Gespräch wurde dazu auch nach dem offiziellen Ende noch geführt. Vertreter der Stadtratsparteien Brucker Bürgervereinigung (BBV), Die Partei, Freie Wähler und SPD verfolgten die Mitgliederversammlung als Gäste. 

Eislauf als Wintersport für alle 

EVF-Präsident Markus Pasterny betonte in diesem Zusammenhang, dass es dabei nicht allein um den Forstbestand des Eishockeys in Fürstenfeldbruck geht: Die Brucker Schulen nutzen die Eisfläche im Winter für ihren Sportunterricht. Der Eislaufverein ERCF trainiert ebenfalls im Eisstadion der Amperoase, und dann sind da noch mehr als 50.000 Tickets, die die Stadtwerke pro Saison für den Publikumslauf verkaufen.

Rückblick auf Saison von Erster Mannschaft und 1b  

Während die Brucker 1b in der Gruppe Mitte der Bezirksliga mit dem achten Platz Kempten, Oberstdorf und Lechbruck hinter sich ließ, hatte sich Manuel Vilgertshofer (Leiter Senioreneishockey) bei der Ersten Mannschaft mehr erhofft als den letzten Tabellenplatz in der Gruppe A der Landesliga. Wie bereits berichtet, ist der EVF von der Arbeit von Trainer Philipp Steidle überzeugt und hat den Vertrag mit ihm für die Spielzeit verlängert. 

An der von Steidle eingeführten Spielweise soll auch in der neuen Saison weiter gearbeitet werden. Als Knackpunkt der vergangenen Saison beschrieb Vilgertshofer die Verletzung von Top-Scorer Kresimir Schidlhabel, der in 15 Spielen 18 Tore erzielt und neun Vorlagen gegeben hatte. Die eine oder andere Partie im letzten Saisondrittel hätte der EVF mit Schidlhabels Toren wohl noch gewinnen können. Am Kader für die neue Saison wird nun intensiv gearbeitet. 
Vilgertshofer hob in seiner Bilanz die Rolle der 1b für das Brucker Eishockey heraus. Jungen Spielern soll sie eine Entwicklungsmöglichkeit geben. Wer nach vielen Jahren im Nachwuchs des EVF aus der U20 komme, solle nicht nur im Hobby-Bereich weitermachen dürfen, sondern die Schwelle zum Senioreneishockey überschreiten können.

Sieben Jahrzehnte EVF

Mitte September wir der EVF den Start in die neue Saison feiern. Auch wenn es kein ganz großes Jubiläum ist: Gefeiert wird auch, dass der 1956 gegründete Eislaufverein Fürstenfeldbruck e.V. 70 Jahre alt wird.